Aktionen - Umgang mit Spam-Mail
Mit Hilfe von Aktionen können Sie in GFI MailEssentials festlegen, was mit als Spam klassifizierten E-Mails geschehen soll. Für jeden der verfügbaren Spam-Filter lassen sich unterschiedliche Aktionen festlegen. Zu den Spam-Filtern zählen Sender Policy Framework (SPF), Whitelist, Directory Harvesting-Schutz (DHA), benutzerdefinierte Blacklist, Bayes'scher Filter, DNS-Blacklist (DNSBL), Spam URI Realtime Blacklist (SURBL), Header-Kontrolle, Stichwortsuche und der Filter „Neue Absender". Für jeden einzelnen Filter lässt sich ein eigener Ordner anlegen, in dem die von ihm abgefangenen Spam-Mitteilungen abgelegt werden. Dadurch können Sie sofort sehen, warum eine Nachricht als Spam markiert wurde und haben die Möglichkeit, die blockierten Mitteilungen schneller weiterzubearbeiten. Mitteilungen, die z. B. vom Blacklist-Filter aussortiert wurden, könnten somit sofort gelöscht werden, wohingegen für vom Stichwort-Modul gefilterte Nachrichten andere Aktionen definierbar sind.
Für alle Spam-Filter stehen über die Registerkarte „Aktionen" dieselben Optionen bereit.
Screenshot 54 - Aktionen nach der Identifizierung von Spam-Mail
Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus um festzulegen, was mit E-Mails geschehen soll, die als Spam klassifiziert wurden.
- Löschen - Bei Auswahl dieser Option werden alle als Spam markierten Mitteilungen gelöscht.
- In einen Unterordner des Posteingangs eines Benutzers verschieben - GFI MailEssentials erstellt hierfür einen Ordner mit dem von Ihnen angegebenen Namen, in den alle als Spam markierten Nachrichten verschoben werden. Dadurch haben Benutzer die Möglichkeit, die als Spam markierten Mitteilungen regelmäßig zu überprüfen, um Nachrichten, die versehentlich als unerwünscht klassifiziert wurden, vor dem Löschen zu bewahren. Wenn Sie „Posteingang/Junk-Mail" (inbox/junk mail) angeben, wird ein Unterverzeichnis zum Posteingangsordner erstellt. Andernfalls wird ein Verzeichnis „neben" dem Posteingang erstellt, d. h. auf derselben Ebene. Indem verschiedene Ordner für den Bayes'schen Filter, den Stichwort- und den Header-Filter erstellt dementsprechend benannt werden, können Spam-Mitteilungen automatisch in dem Ordner des Filters abgelegt werden, der sie als unerwünscht klassifiziert hat. Dies hilft Ihnen bei der Überprüfung der Mitteilungen.
HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass diese Option nur genutzt werden kann, wenn GFI MailEssentials auf dem Exchange-Server im Active Directory-Modus installiert wurde und Sie Exchange 2000/2003 einsetzen. Wenn Sie hingegen Exchange 5.5 verwenden oder GFI MailEssentials nicht auf dem Exchange-Server betreiben, können Sie diese Funktionalität dennoch nutzen, indem Sie die Kennzeichnungs-Funktion und den Regel-Manager verwenden (siehe Kapitel zur Installation).
- An eine E-Mail-Adresse weiterleiten - Bei Auswahl dieser Option wird die E-Mail an eine zentrale E-Mail-Adresse geschickt. Dies kann z. B. die E-Mail-Adresse eines Öffentlichen Ordners sein. Die Betreffzeile der E-Mail hat das Format [Empfänger] [Betreff]. Dadurch haben Benutzer die Möglichkeit, regelmäßig die als Spam markierten Mails zu überprüfen, um zu verhindern, dass Nachrichten, die versehentlich als unerwünscht klassifiziert wurden, gelöscht oder nicht beachtet werden. Diese Funktion dient zudem der Verbesserung der Anti-Spam-Regeln.
- In einen speziellen Ordner verschieben - In diesem Fall wird die E-Mail als Datei in einem extra eingerichteten Spam-Mail-Ordner abgelegt. Der Dateiname besitzt folgendes Format: [Absender_Empfänger_Betreff_Nummer_.eml]. Dadurch lassen sich Spam-Nachrichten schnell nach Absenderadressen sortieren.
(z. B. C:\Spam-Mitteilungen\ jim@gfi.com_bob@gfi.com_
MailOffers_1_.eml)
- E-Mail mit folgendem Text kennzeichnen - Durch Auswahl dieser Option wird eine Spam-E-Mail mit einem Hinweistext versehen. Die Mitteilung wird nicht blockiert oder gelöscht. Sie können auch angeben, wo diese Kennzeichnung ("Tag") eingefügt werden soll:
- Am Anfang der Betreffzeile - Sie können die Kennzeichnung zu Beginn des Betreffs der E-Mail einfügen lassen, d. h. in Form von „[SPAM-Kennzeichnung]Betreff-Text". Beispiel: "[SPAM]Jetzt kostenfreies Mail-Account einrichten!"
- Am Ende der Betreffzeile - Sie können die Kennzeichnung am Ende des Betreffs der E-Mail einfügen lassen, d. h. in Form von „Betreff-Text[SPAM-Kennzeichnung]". Beispiel: "Jetzt kostenfreies Mail-Account einrichten![SPAM]"
- Kennzeichnung in einem neuen X-Header der Mitteilung einfügen (nicht im Betreff) - Hier wird die gewünschte Kennzeichnung der E-Mail als neuer X-Header hinzugefügt. Der X-Header hat dabei folgendes Format:
X-GFIME-SPAM: [Text der Kennzeichnung]
X-GFIME-SPAM-REASON: [Grund der Kennzeichnung]
z. B.
X-GFIME-SPAM: [SPAM-Mitteilung]
X-GFIME-SPAM-REASON: [DNSBL Check failed - Sent from Blacklisted Domain]
Die Kennzeichnungs-Option kann in Verbindung mit dem Mailbox-Regel-Manager eingesetzt werden, mit dessen Hilfe Sie problemlos Sortierregeln für alle Postfächer auf Ihrem Exchange-Server konfigurieren können. Sämtliche als Spam gekennzeichneten Mitteilungen werden dann im Junk-Mail-Ordner des Empfängers abgelegt. (Speicherort und Name des Ordners können individuell festgelegt werden).
- Nur in Junk-Mail-Ordner des Benutzers verschieben (Exchange 2003) - Wenn Sie Exchange 2003 verwenden, kann GFI MailEssentials Spam so markieren, dass die Mitteilung von Outlook im Junk-Mail-Ordner des Empfängers abgelegt wird. Es ist jedoch zu empfehlen, anstatt dessen die Funktion von GFI MailEssentials zu nutzen, unerwünschte Mitteilungen in den Spam-Ordner des Benutzers zu verschieben. Hierdurch können Sie für den Bayes'schen Filter sowie den Stichwort- und Header-Filter jeweils verschiedene Ordnernamen verwenden. Spam-Mitteilungen werden dann automatisch in dem Ordner abgelegt, dessen Filter die Nachricht als unerwünscht identifiziert hat.
Weitere Optionen
Screenshot 55 - Registerkarte für weitere Aktionen
Über die Registerkarte „Erweitert" haben Sie die Möglichkeit, weitere optionale Aktionen festzulegen:
- Mit Hilfe der Funktion „Vorfall in Datei protokollieren" kann die Identifizierung einer Spam-Mitteilung in einer Protokoll-Datei Ihrer Wahl protokolliert werden.
- Die Funktion zum Erstellen eines Non-Delivery-Report (NDR) ermöglicht es Ihnen, „gefälschte" NDRs anzufertigen. Empfängt das E-Mail-Programm eines Spam-Versenders einen solchen NDR, wird Ihre Adresse in den meisten Fällen aus der Spammer-Datenbank gelöscht. Zusätzlich kann diese Funktion eingesetzt werden, um Absender darüber zu informieren, dass ihre Mitteilungen als Spam klassifiziert wurden. Vor allem während der anfänglichen Trainingsphase des Bayes'schen Filters kann diese Funktion sehr nützlich sein.
HINWEIS: Der NDR kann auch individuell angepasst werden. Zusätzliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel „Weitere Optionen".